Kleiner Hansjakobweg

Der Pfarrer und Volksschriftsteller Heinrich Hansjakob hat viel über die Menschen im mittleren Schwarzwald geschrieben. Einige Originalschauplätze seiner Erzählungen kann man mit dem „Kleinen Hansjakobweg“ in 3 Etappen erwandern. Diese Etappen führen im Mittleren Schwarzwald in das Gebiet der Waldbauern und in die Bergbauregionen in den Nebentälern des Kinzigtals. Es sind durchwegs Orte und Routen abseits des Massentourismus und gerade das macht den Weg so interessant und spannend.
Der Kleine Hansjakobweg kann sowohl in drei Tageswanderungen, als auch als Mehrtageswanderung mit 2 Übernachtungen gegangen werden. Ausgangspunkt und Ende wären dann in Schapbach im Wolftal. Er ist sehr gut ausgeschildert, so dass hier auf eine genaue Wegbeschreibung verzichtet wird, zumal inzwischen viele Wanderer eher der Wander-App als einem gedruckten Wanderführer vertrauen. Gleichzeitig möchten wir noch einige Anregungen zu weiteren Touren und Erlebnissen in dieser Region geben.

Etappe 1: Von Schapbach nach Schenkenzell

Etappe 1: Von Schapbach nach Schenkenzell

Etappe 1 startet in Schapbach. Sie führt uns mangels Übernachtungsmöglichkeit in Kaltbrunn bis Schenkenzell. Auf breiten Forstwegen und schmalen Wurzelpfaden, teilweise entlang der Badisch-Württembergischen Grenze führt der Weg durch das Gebiet der Waldbauern. Auf Tafeln wird auf das „Riesen“ (Holztransport auf eigens angelegten Rutschbahnen) und das Flößen hingewiesen. In seinem Buch von den „Waldleuten“ erzählt Heinrich Hansjakob auch vom berühmten Kaltbrunner Vogt Hans Harter, der zeitweise das opulente Leben eines Bauernfürsten führte und bettelarm endete.

Der Weg von Schapbach Schenkenzell kann mit seiner Länge von 17,6 km und 450 Höhenmetern gerade noch als mittelschwer bezeichnet werden.

Zur ersten Etappe:

Etappe 2: Von Schenkenzell zum Gasthaus Ochsen bei Schapbach

Kleiner Hansjakob-Weg Etappe 2 - Titelbild

Etappe 2 startet in Schenkenzell und führt zunächst ins Tal von Wittichen zum dortigen Kloster. Dieses Wegstück von Schenkenzell nach Wittichen ist identisch mit dem Ende der ersten Etappe. Das bedeutet, die zweite Etappe beginnt eigentlich beim Kloster Wittichen. Es liegt etwas versteckt in einem Seitental der Kleinen Kinzig. Nach dem Kloster folgt das Bergbaugebiet von Wittichen. Der Weg führt über die Salzlecke am Gasthaus Auerhahn im Heubachtal vorbei zum Teufelstein und zum Weiler St. Roman. Er liegt wie ein erfrischender grüner Farbtupfer in einem großen Waldgebiet und wäre sicherlich nur eine Randnotiz wert, gäbe es dort nicht ein großes Hotel und eine Wallfahrtskirche. Nach einem weiteren kleinen Anstieg führt der Weg ins Wolftal nach Schapbach, bzw. zum Ochsenwirtshaus. Heinrich Hansjakob beschreib hier unter anderem den „Fürst vom Teufelstein“ und natürlich die Sage vom Teufelstein, die auf den Bau der Wallfahrtskirche zurückgeht.

Der Weg von Schenkenzell nach Schapbach ist mit einer Länge von 23 km und ca. 700 Höhenmetern die Königsetappe der Rundtour. Wir würden sie als schwer einordnen.

Zur zweiten Etappe:

Etappe 3: Vom Gasthaus Ochsen nach Schapbach

Aussicht Schwarzenbruch - Titelbild

Etappe 3 führt Gasthaus Ochsen bei Schapbach nach Schapbach. Diese mittelschere Etappe hört sich nicht gerade spektakulär an, aber der Weg führt zunächst in einer weiten Runde ins Bergbaurevier am Schwarzenbruch, wo sich gut abgeschirmt eine der letzten aktiven Gruben im Schwarzwald befindet. Der Sage nach stand hier auch die reiche Bergbaustadt Benau. Sie wurde zerstört, weil die Menschen das goldene Kalb anbeteten, sprich weil ihnen ihr Reichtum zu Kopf gestiegen ist. Sehenswert ist außerdem der Hansjakobstein beim Schmalzerhiesli sowie der Rückweg durch das Hirschbach- und Wildschapbachtal.
Der Weg vom Gasthaus Ochsen in Schapbach nach Schapbach rundet mit einer Länge von 14 km und knapp 450 Höhenmetern den kleinen Hansjakobweg ab. Wir würden ihn als mittelschwer einordnen.

Zur dritten Etappe:

Viel Spaß am Wandern wünscht eure Grießhaber-Family